Der Kreuzweg zum Lesen.
Mit Texten von Pater Adrian Willi

Der Kreuzweg als Video.
Mit Beiträgen aus aller Welt.

Kreuzweg zum Lesen

Stationsbilder aus der Kapelle Kämmlezen, Morschach
Text: Pater Adrian Willi, SAC

Der Kreuzweg:
Dem Leiden Beachtung schenken.

Die Spiritualität der Gotik hat das Leiden Christi neu entdeckt, intensiv ausgestaltet und religiös mitempfunden. Die Kreuzzüge des Mittelalters waren eine leidvolle Erfahrung, die nach einer neuen Deutung des religiösen Lebens verlangte. Es handelte sich nicht nur um eine bewaffnete Pilgerfahrt ins Heilige Land, sondern auch um eine gewaltsame Unterdrückung fanatischer Sekten. Eine davon waren die Geissler (Flagellanten), die mit schweren Kreuzen beladen umherzogen und sich blutig geisselten um Busse zu tun. Dieses Anliegen nahm der Dominikanerpater Vinzenz Ferrer auf und lenkte es in theologisch vertretbare und spirituell sinnvolle Bahnen, indem er die KreuzwegAndacht empfahl. Ihren Ursprung hat sie natürlich in Jerusalem, dem wichtigsten Pilgerort des Mittelalters.

Vor allem die Franziskaner begleiteten dort den Kreuzweg Jesu vom Praetorium zum Heiligen Grab, der in vierzehn Gedächtnisstätten unterteilt war („Stationen“). Noch heute gehen die Jerusalem-Pilger auf der „Via dolorosa“ den Kreuzweg-Stationen vom Ölberg bis zur Grabeskirche nach. Die Förderung der Kreuzweg-Gestaltung und der Kreuzweg-Andachten durch die Franziskaner und Dominikaner fand grossen Anklang, nicht nur, weil sie eine Pilgerfahrt nach Jerusalem ersetzte, sondern weil die Menschen das persönliche Leid und das Leiden der Menschheit neu verstehen und deuten konnten.

Auch bei uns gibt es viele künstlerisch wertvoll gestaltete Kreuzwege. Sie führen alle auf eine Anhöhe (Berg) zu einem Heiligtum (Kloster, Kirche, Kapelle). Sie sind ein Sinnbild für den Kalvarienberg. In den katholischen Kirchen – auch in den modernen – finden wir fast immer einen Kreuzweg. Die Kreuzwegstationen in der Pfarrkirche stammen aus der St. Nikolaus-Kapelle in den Kämmlezen und wurden 1986 in die Pfarrkirche gebracht. Vielerorts wird die Kreuzweg-Andacht in unseren Kirchen vor allem in der Fastenzeit gestaltet. Wo es möglich ist, schreitet ihn die Gemeinde singend und betend ab.

Eine modernere Möglichkeit ist, sich mittels Dias auf den Kreuzweg einzulassen. Der moderne Mensch ist mobil. Viel stärker als früher erlebt er sich unterwegs. Es ist kein Zufall, dass überall die alten Pilgerwege neu entdeckt werden: Wir finden in ihnen eine Deutung unseres Lebens. Je mehr wir uns wieder dem Leid stellen und es nicht länger verdrängen, desto bedeutungsvoller werden für den religiösen Menschen auch die KreuzwegStationen. Die Betrachtung des Leidens Christi kann zur Deutung und Bejahung des eigenen Leidens werden.
Pater Adrian Willi

Gebet zu Beginn

Das Leben ist mit einem Weg zu vergleichen. Es gibt schwierige und leichtere Wegstücke im Leben des Menschen. Was zählt, ist die Treue, dem Lebensweg zu folgen.

Herr Jesus Christus, du bist deinen Weg bis zum bitteren Ende gegangen. Du bist deiner Sendung treu geblieben, obwohl Todesangst, Leiden und Einsamkeit kaum zu ertragen waren. Gib uns die Kraft, dir zu folgen, damit auch unser Weg zum Leben führt.

Heilige Maria, Mutter Gottes, du hast deinen Sohn von der Empfängnis bis zum Grab begleitet. Niemand hat an seinem Schicksal so mitgetragen, wie du. Die erfahrene Freude und das durchgestandene Leid haben deinen Glauben so gestärkt, dass du das Geschenk der Erlösung erfahren durftest.

Du kennst den Weg, der zum Kreuz deines Sohnes führt. Begleite uns, wenn wir nun miteinander das Leiden deines Sohnes betrachten und hilf uns tragen, was uns bedrückt an Leid und Sorge, damit auch wir in Treue zu unserer Berufung wachsen im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung. Heilige Maria, bitte für uns. Jesus Barmherzigkeit!

I: Jesus wird zum Tod verurteilt

Den Stab brechen

Aus Feigheit und politischem Kalkül heraus verurteilt Pontius Pilatus einen Unschuldigen. Er bricht über ihm den Stab zum Zeichen dafür, dass Jesus sein Leben verwirkt hat. Verdammt und verurteilt werden Menschen wegen ihrer Meinung, ihrer Hautfarbe, ihrer Lebensart, ihrer Gesinnung. Mit welchem Recht?

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden. Und mit dem Masse, mit dem ihr messet, wird euch gemessen werden. (Mt 7,1)

Herr Jesus Christus. Lass nicht zu, dass wir aus Eigennutz und Leichtsinn urteilen.
Hilf uns, Vorurteile und Selbstgerechtigkeit abzubauen.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

II: Jesus nimmt das Kreuz auf sich

Belasten

Die Folterknechte drücken Jesus das schwere Holz auf die Schultern. Mit ihm den ganzen Spott und Hohn über „sein Verbrechen“, den Unterdrückten helfen zu wollen. Belastet werden Menschen auch heute, gemobbt und gestresst im Betrieb und zu Hause. Eigene Verantwortung wird abgeschoben und anderen aufgeladen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Mt 11, 29-30)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir andere unnötig belasten und bedrücken. Uns aber gibt Belastbarkeit und Ausdauer.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

III: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

Niederdrücken

Sie bringen ihn zu Fall, sie stellen ihm das Bein, sie drücken ihn in den Staub… Menschen werden niedergedrückt, man stellt ihnen eine Falle, man zieht sich zurück, wenn einer Pech hat und am Fallen ist.

Jesus sprach: Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das sollt auch ihr ihnen tun; denn das ist das Gesetz und die Propheten. (Mt 7, 12)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir mit ansehen, wie andere zu Fall gebracht werden. Gib uns den Mut, für jene einzustehen, die Pech gehabt haben.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

IIII: Jesus begegnet seiner Mutter

Ohnmächtig

Aus Liebe zu ihrem Sohn und im Glauben an ihn hat sie den Menschen gesagt: „Was er euch sagt, das tut!“ – Sie haben sein Wort missverstanden und räumen ihn aus dem Weg. Maria kreuzt den Leidensweg, sie kann ihn aber nicht ändern. Aber in ihrer Ohnmacht steht sie zu ihm. Die Macht der Ohnmacht, ein Zeugnis, das das Leid nicht wegnimmt, aber verändert.

Kommt ihr gesegneten meines Vaters, nehmt das Reich in Besitz, das euch seit Grundlegung der Welt bereitet ist. Denn was immer ihr einem dieser Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt 25, 40)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir Ungerechtigkeit und Leid wortlos akzeptieren. Gib uns Mut zum Widerstand, auch dort, wo es sinnlos scheint.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

V: Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

Helfen

Simon von Zyrene, ein Fremdarbeiter, ein Aussenseiter, hilft Jesus das Kreuz tragen. Sie zwangen ihn. Oft wird die Drecksarbeit auch heute noch von Fremdarbeiterinnen und Fremdarbeitern verrichtet. Sie können sie nicht ablehnen, sie sind gezwungen. Wer schätzt schon ihre Arbeit? Jesus war froh um Simon von Zyrene.

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken und deinen Nächsten wie dich selbst. … Wer ist mein Nächster? … Der, welcher Barmherzigkeit am Überfallenen geübt hat. … Da sprach Jesus: Gehe hin, und tu desgleichen. (Lk 10, 29 ff)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir die Not unserer Nächsten übersehen. Hilf uns, dass wir auch in den Fremden unsere Nächsten erkennen.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

VI: Veronika reicht Jesus das Schweisstuch

Das wahre Gesicht zeigen

Veronika hat in den Gesichtszügen des Geschundenen das Antlitz Gottes erkannt. Ihr Mut und ihr Zeugnis stellen die Jünger, die geflohen waren, in den Schatten. Ihre Botschaft: In jedem menschlichen Antlitz dürfen wir Gottes Züge
erkennen.

Schon so lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt. Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen… Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? (Joh 14, 9ff)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu,/ dass wir blind sind für Gottes Gegenwart in den Mitmenschen und in der Schöpfung. Hilf uns, dass wir mit ehrfürchtigen Augen sehen.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

VII: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Stolpern

Stolpersteine liegen auf dem Leidensweg. Sie bringen Jesus zu Fall. Niemand hat sie in den Weg gelegt, sie sind einfach da. Hindernisse und Stolpersteine bringen den guten Willen zu Fall. Niemand ist schuld und doch nimmt die Tragik zu.

Siehe, ich setze in Zion einen Stein des Anstosses und einen Felsen des Ärgernisses, und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden. (Röm 9,33)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir über dich und dein Wort stolpern. Stütze uns, wenn wir fallen, und richte uns wieder auf, damit wir weiter gehen/ auf dem Weg, der in dein Reich führt.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

VIII: Jesus begegnet den weinenden Frauen

Mitleiden

Tränen der Erschütterung wo die Sprache verstummt. Was rührt den Menschen zu Tränen? Sicher ist es die Betroffenheit vom Leid eines anderen, die unaussprechliche Ungerechtigkeit, die Unmenschlichkeit und Grausamkeit der
Verantwortlichen und der Mitläufer. Wie oft müssten wir über uns selbst weinen?

Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land besitzen. Selig die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit
erlangen. (Mt 5, 4-7)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir hartherzig und teilnahmslos gegenüber Ungerechtigkeit und Leid sind. Hilf, dass jede Träne, die wir vergiessen, eine neue Hoffnung wachsen lässt.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

IX: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

Treten und schlagen

Wir kennen die Bilder: Da liegt einer am Boden, doch sie versetzen ihm noch immer Fusstritte und Faustschläge. Alle Hemmungen sind gefallen, die Brutalität versetzt in Rausch. Wie konnte es so weit kommen?

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: ‚Aug und Aug’ und ‚Zahn um Zahn’. Ich aber sage euch: Widersteht dem Bösen nicht, sondern wer dich auf die rechte Wange schlägt, dem halte auch die andere hin. (Mt 38-39)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir meinen, Konflikte mit Gewalt und Schlägen lösen zu können. Hilf uns, dass wir Wege finden, die Jugendgewalt und jede Gewalt zu verhindern.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

X: Jesus wird seiner Kleider beraubt

Entblössen

Am Ort des Grauens reichen sie ihm einen Becher mit Wein, vermischt mit Galle. Der bittere Trank soll ihn betäuben. Doch Jesus gibt sich keine Blösse, lieber trinkt er den bitteren Kelch des Leidens bis zur Neige. Dann reissen sie ihm die Kleider vom Leib. Menschen werden bloss gestellt, lächerlich und klein gemacht. Doch jene, die das tun, geben sich selbst die
Blösse.

Die Könige der Völker herrschen über sie, und die Gewalthaber lassen sich Wohltäter nennen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Grösste unter euch werde wie der Geringste und der Führer wie der Diener. (Lk 22, 25-27)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir uns auf Kosten anderer grösser und wichtiger machen, als wir sind. Hilf uns, ehrlich mit eigenen Blössen umzugehen, damit wir uns selbst und andere besser verstehen.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

XI: Jesus wird ans Kreuz geschlagen

Festnageln

Vorurteile und fixe Meinungen können Menschen umbringen. Sie sterben nicht einen physischen Tod, aber einen seelischen. „So bist du, und nicht anders!“, damit spreche ich einem Menschen die Chance ab, sich zu wandeln, sich zu entfalten.

Es heisst: ‚Du sollst nicht töten’. Wer aber tötet, der soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, soll dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: ‚Du Dummkopf!’, soll dem Hohen Rat verfallen sein. Und wer sagt: ‚Du Narr!’, der soll der Feuerhölle verfallen sein. (Mt 5, 21-22)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir das Leben anderer mit unseren Vorurteilen und mit unserer negativen Kritik zerstören. Stärke in uns die Ehrfurcht vor der Gottesebenbildlichkeit eines jeden Menschen.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

XII: Jesus stirbt am Kreuz

Vollbringen

„Vollbracht“ ist das Gegenteil von „aufgeben“. Jesus hat nicht aufgegeben, er hat alles durchgestanden, durch Angst und Qual bis zum Punkt, wo er sich ganz in die Hände Gottes gibt. Die Treue zu einem Versprechen, das Durchhalten einer
schwierigen Situation, die Ausdauer im Verfolgen eines hohen Zieles: Das alles triumphiert erst am Schluss über Zweifel und Versuchung.

Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel. Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. (Mt 6, 19)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir zu schnell aufgeben und resignieren. Hilf uns, mit Geduld und Vertrauen Schwierigkeiten zu überwinden, damit wir unser Ziel nicht verfehlen.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

XIII: Jesus wird in den Schoss seiner Mutter gelegt

Mitten ins Herz

Die Weissagung des Simeon findet hier, unter dem Kreuz, ihre traurige Erfüllung. Im Schosse der Mutter ist er herangewachsen und geworden, nun trägt sie den toten Sohn auf ihrem Schosse. Die Anfänge des Lebens
und sein Ende liegen im Geheimnis. Dazwischen liegen die ungelösten Fragen, das stumme Leid und das schmerzliche Loslassen.

Und Simeon segnete die Eltern Jesu und sprach zu Maria: „Siehe, dieser ist gesetzt zum Falle und zum Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird; aber auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen, auf dass die Gedanken aus vielen Herzen offenbar werden.“ (Lk 2, 33-35)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir das Geheimnis des Geborenwerdens und des Sterbens versuchen, in Griff zu bekommen. Lass uns das Leben begreifen als eine Gabe Gottes und die Menschenwürde der Ungeborenen und der Sterbenden achten und schützen.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

XIV: Jesus wird ins Grab gelegt

Frieden finden

Die letzte Ruhe vor dem Erwachen. Schon dämmert das Licht des Ostermorgens, jenes Licht, das für immer die Dunkelheit vertreibt. Das Leben verstehen als ein Einüben der Auferstehung. Immer wieder aufstehen und anderen helfen beim Aufstehen, damit das Osterlicht jetzt schon unser Leben erhellt.

Jesus sagt: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bringt es kein neues Leben hervor. Wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer sich an sein Leben klammert, wird es verlieren; war aber sein Leben teilt, wird es bewahren bis ins ewige Leben“. (Joh 12, 24-26)

Herr Jesus Christus, lass nicht zu, dass wir uns verlieren in der Dunkelheit der Probleme. Ermutige
uns, immer wieder aufzustehen und weiterzugehen, dem ewigen Osterfest entgegen.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und sagen dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

Gebet zum Schluss

Gott der Liebe, wir sind deinem Sohn auf dem Weg des Leidens und Sterbens gefolgt. Wir durften erfahren, dass in allem menschlichen Leid ER gegenwärtig ist mit der Frohbotschaft der Auferstehung. Nun ist er für immer als Lebender mitten unter uns und geht durch alle menschliche Not den Weg zum ewigen Leben allen voran, die ihm vertrauen. Erbarme dich unser und stärke unseren Glauben. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Kreuzweg als Video

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Ein Projekt des Hilfswerks Kirche in Not. www.kirche-in-not.ch

Kollekte

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