Gottesdienst vom Sonntag, 30. August 2020

Lied zur Einstimmung

Kommt herbei, singt dem Herrn
gesungen vom Kirchenchor Steinbach an der Steyr

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, von dir kommt alles Gute.

Pflanze in unser Herz die Liebe zu deinem Namen ein.
Binde uns immer mehr an dich, damit in uns wächst, was gut und heilig ist.
Wache über uns und erhalte, was du gewirkt hast.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Amen.

Erste Lesung

Jer 20

Das Wort des Herrn bringt mir Hohn und Spott

Du hast mich betört, o Herr und ich liess mich betören; du hast mich gepackt und überwältigt.
Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich.
Ja, sooft ich rede, muss ich schreien, „Gewalt und Unterdrückung“ muss ich rufen.
Denn das Wort des Herrn bringt mir den ganzen Tag nur Hohn und Spott.
Sagte ich aber: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen sprechen!,
so brannte in meinem Herzen ein Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen.
Ich mühte mich, es auszuhalten, vermochte es aber nicht.

Wort des lebendigen Gottes.

Antwortpsalm

Ps 63

Meine Seele dürstet nach dir, mein Gott.

Gott, mein Gott bist du, dich suche ich, es dürstet nach dir meine Seele.
Nach dir schmachtet mein Fleisch wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.
Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum, zu sehen deine Macht und Herrlichkeit.
Denn deine Huld ist besser als das Leben. Meine Lippen werden dich rühmen.
So preise ich dich in meinem Leben, in deinem Namen erhebe ich meine Hände.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele, mein Mund lobt dich mit jubelnden Lippen.
Ja, du wurdest meine Hilfe, ich juble im Schatten deiner Flügel.
Meine Seele hängt an dir, fest hält mich deine Rechte.

Zweite Lesung

Röm 12

Bringt eure Leiber als lebendiges und Gott wohlgefälliges Opfer dar

Ich ermahne euch, Schwestern und Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, eure Leiber als lebendiges,
heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer darzubringen als euren geistigen Gottesdienst.
Und gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens,
damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist:
das Gute,  Wohlgefällige und Vollkommene!

Wort des lebendigen Gottes.

Evangelium

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Mt 16,21-27

Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst

In jener Zeit begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären: Er müsse nach Jerusalem gehen und
von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet
und am dritten Tag auferweckt werden.

Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte:
Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!

Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus:
Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn,
was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst,
nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren;
wer aber sein Leben um meinetwillen verliert,  wird es finden.

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüsst?
Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?

Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen
und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Fürbitten

Manchmal stehen wir vor der Frage: „Wie kann Gott nur so etwas zulassen?“

Das Elend der Menschen in den Kriegsgebieten? Das Verhungern Hunderttausender in Afrika oder in Syrien?
Oder die tödliche Krankheit einer jungen Mutter? Den Unfall, der eine Urlauberfamilie zerstört?
Gottes Wege sind oft unverständlich. Seine Antwort auf unsere Fragen hat Gott in seinem Sohn gegeben, der nur Gutes tat und trotzdem verhaftet, verurteilt, gekreuzigt wurde. Der dann aber auferstand.
Dieses Geschehen wird jetzt unter uns gegenwärtig. Indem wir die heilige Messe feiern, lassen wir uns darauf ein,
dass auch unsere Welt und unser persönliches Leben unter dem Gesetz von Kreuz, Tod und Auferstehung stehen.

Wir beten heute für die Menschen, deren Leben in besonderer Weise vom Kreuz gezeichnet ist.

Für die Frauen und Kinder, die wehrlos der Gewalt ausgeliefert sind.

Für alle, die ihre Existenz in die Nachfolge Christi gesetzt haben und unter ihrer eigenen Unvollkommenheit leiden.

Für jene, die sich in Staat und Gesellschaft für das Wohl anderer einsetzen und kein Verständnis finden.

Für die Schwerkranken und ihre Angehörigen, für die Behinderten und für jene, die sich ihrer annehmen.

Für jene, die in dieser Woche aus dem Leben gerissen wurden, und für ihre Hinterbliebenen.

Gott, unser Vater. Deinen Sohn hast du nicht im Tod gelassen, sondern auferweckt.
Du vermagst alles zum Guten zu führen. Dir vertrauen wir, jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

 

Vater unser

Lasset uns beten, wie Gott uns zu beten gelehrt hat.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen

Tragen Sie an Gott Ihre Gedanken und Sorgen heran.
Danken Sie ihm und bitten Sie für sich und andere.

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Lied zum Abschluss

Herr, du bist mein Leben
gesungen von Jürgen Vogt

1. Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg. Du bist meine Wahrheit, die mich leben lässt. Du rufst mich beim Namen, sprichst zu mir dein Wort, und ich gehe deinen Weg, solange du es willst. Mit dir hab ich keine Angst, gibst du mir die Hand, und ich bitte, bleib doch bei mir.

2. Du bist meine Freiheit, du bist meine Kraft. Du schenkst mir den Frieden, du schenkst mir den Mut. Nichts in diesem Leben trennt mich mehr von dir. Denn ich weiss, dass deine Hand mich immer führen wird. Du nimmst alle Schuld von mir und verwirfst mich nicht, lässt mich immer ganz neu beginnen.

3. Vater unsres Lebens, wir vertrauen dir. Jesus, unser Retter, glauben wolln wir dir. Und du, Geist der Liebe, atme du in uns. Schenke du die Einheit, die wir suchen in der Welt. Und auf vielen Wegen führe uns ans Ziel. Mache uns zum Samen der Liebe

Herr, nimm mein armes Herz an.

Es ist oft so fern von Dir.
Es ist wie ein wasserloses, dürres Land
verloren an die tausend Dinge und
Nichtigkeiten,
die mein Alltag füllen.

Amen.

Gehet hin in Frieden. Dank sei Gott dem Herrn.

Kollekte

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